Chinchillas

Zur Zeit beherbergen wir:

  • keine Chinchillas

 

 

Tips zur Chinchillahaltung:

 

 

Herkunft und Verhaltensweisen:

Chinchillas gehören zur Familie der Hasenmäuse (Chinchillidae). Es gibt Kurzschwanzchinchilla und Langschwanzchinchilla. In der Heimtierhaltung handelt es sich immer um die zweite Art. Sie sind in den südamerikanischen Anden beheimatet, der Lebensraum erstreckt sich bis in Höhen von 5.000 Metern. Natürliche Höhlen und Felsspalten bieten ihnen Unterschlupf. Den starken Temperaturschwankungen dieser Region haben sie sich durch ein besonders dichtes und weiches Fell angepaßt, das sie mit Hilfe von Sandbädern eifrig pflegen. Es sind geschickte Kletterer mit großem Sprungvermögen. Chinchillas sind Dämmerungs- und nachtaktiv, deshalb die großen Augen und großen Ohrmuscheln.

 

Allgemeines:

Rudeltiere – für Einzelhaltung ungeeignet (in der Paarhaltung: kastriertes Böckchen mit Weibchen oder zwei Weibchen), werden auch bei Paarhaltung schnell handzahm · Monogame Partnerschaft · Relativ schnell futter-, finger-, handzahm · Handhabung: Schwanzansatz – Umfassen des Kopfes – nie an der Genickfalte oder auf einer Hand sitzend, mit der anderen das Tier schützend umgeben. Nie zu fest halten, sofortiger Fellverlust. · Lebenserwartung 15 Jahre, Geschlechtreife mit ca. 4 - 5 Monaten, Trächtigkeitsdauer 111 Tage · Haben keine Krallen

 

Fütterung:

Frisches Wasser (Achtung bei Trinkflaschen: viele Tiere kennen das System nicht!) · Gutes frisches Heu zur beliebigen Aufnahme (nie angegraut – Schimmelbildung!) · Pellets, Mischfutter für Chinchillas (ca. 1 Teelöffel pro Tier pro Tag) · Einzelne Rosinen als Leckerbissen · Mohrrüben, Löwenzahn, Apfel (wenig) Der Verdauungstrakt des Chinchillas ist auf eine nährstoffarme, ballaststoffreiche Nahrung programmiert. Obwohl die Tiere alle möglichen Leckereien wie Rosinen, Nüsse, Kekse und andere Süßigkeiten lieben, ist hier Zurückhaltung geboten. Die im Handel angebotenen Knabberstangen und Sonnenblumenkerne sind zu fett- bzw. zu ölhaltig.

 

Anfälligkeit:

Zahnfehlstellung/Erkrankungen der Mundhöhle aufgrund mangelndem Zahnabrieb durch Fehlernährung (Heumangel) · Verdauungsstörungen · Infektionen der oberen Luftwege infolge zu hoher Luftfeuchtigkeit und zu hoher Raumtemperatur · Verletzungen · Bei männlichen Tieren ist unbedingt auf Haarringe am Penis zu achten und diese entsprechend zu entfernen

 

Unverzichtbar:

Gitter- oder Kistenkäfig in Rechteckform, Mindestabmessung 120 Höhe x 60 Tiefe x 100 cm Breite, dreidimensionale Raumaufteilung mit Sitzbrettern aus Hartholz in unterschiedlicher Höhe, Flache Steine, Schlupfhöhlen, Kletterästen, Sandbad zur Fellpflege (Spezialsand für Chinchillas, Vogelsand ist ungeeignet!). Viel besser: Zimmer- oder Außenvoliere. Hobelspäne als Einstreu (kein Torfmull – Verpilzung!) Ruhiger Standort Organisierter Auslauf in der Wohnung in den frühen Abendstunden (mindestens zwei Stunden) Eignung: nicht für Kinder (Jugendliche ab 15 Jahren)
Chinchillas sind ganz besondere Tiere. Wer sich für sie entscheidet, muss sich vor allen Dingen der aufwendigen Haltung und der ausgesprochen langen Verantwortung bewußt sein. In der Außen- wie Innenhaltung muß viel Auslauf gewährleistet sein. Im besten Fall werden sie in einer Großvoliere gehalten. Durch das enorme Nagebedürfnis muss bei Freilauf in der Wohnung mit dem Annagen von Möbeln etc. gerechnet werden.