Kaninchen

Zur Zeit beherbergen wir:

 

  • 14 Kaninchen (teils Stallkaninchen mit erhöhtem Platzbedarf), derzeit alle in Innenhaltung

   

 

Tipps zur Kaninchenhaltung:

 

Herkunft:

Zwerg- und Hauskaninchen stammen vom europäischen Wildkaninchen ab. 

Im Zuge der Domestikation entstanden über hundert Kaninchenrassen.

 

Allgemeines:

Kaninchen sind äußerst soziale Tiere und dürfen niemals alleine gehalten werden. Es empfiehlt sich Pärchenhaltung oder Gruppenhaltung, bestehend aus 1-2 kastrierten Böcken und mehreren Weibchen.

Kaninchen sind Fluchttiere und unpassend als Haustier, wenn man etwas zum Spielen oder Kuscheln für Kinder sucht. Sie sind extrem lärm- und stressempfindlich und werden in der Regel nur sehr ungerne hochgehoben.

Dafür macht es umso mehr Spaß, sie in ihrem natürlichen Verhalten zu beobachten und zu sehen, wie sie mit genug Platz und in einer Gruppe arteigenes Verhalten ausleben und wie verrückt umherhoppeln und Haken schlagen.

 

Ernährung:

Kaninchen sind reine Pflanzenfresser mit einem sensiblen Verdauungssystem. Heu und Kräuter sind Hauptgrundnahrungsmittel, sie müssen immer ausreichend und frisch zur Verfügung stehen!

Außerdem kann Gemüse wie Paprika, Fenchel, Gurken, Karotten..verfüttert werden. Vorsicht bei Kohl, dieser sollte nur in sehr kleinen Mengen oder überhaupt nicht verfüttert werden, da er stark blähen kann.

 

Besonderheiten:

Die Krallen und Zähne der Kaninchen sollten regelmäßig kontrolliert werden, da sie lebenslang nachwachsen und stetig abgenutzt werden müssen.

Kaninchen sind dämmerungsaktiv. Es ist nicht artgerecht, sie über Nacht in einen kleinen Stall zu sperren, da sich auch abends und nachts ihren Bewegungsdrang ausleben können müssen.

Sie sind hitzeempfindlich und brauchen immer einen Schattenplatz.

Krankheitsanzeigen sind beispielsweise Verdauungsprobleme, hier ist meist ein schneller Gang zum Tierarzt wichtig! Im Sommer kann auch ein nur leichter Durchfall schnell tödlich werden, wenn das Tier von Fliegenmaden befallen wird.

Durch Fehlernährung (hartes Brot, falsches bzw. zu viel Trockenfutter..) entstehen leicht Fehlstellungen der Zähne und Fettleibigkeit. Auch Kaninchenkrankheiten wie Myxomatose und RHD sind schnell lebensbedrohlich, deshalb ist ein Impfschutz vor allem bei der Außenhaltung sehr wichtig.

 

Unverzichtbar:

Wer sich ein Kaninchen anatomisch genauer anschaut, stellt fest: Die sind zum Rennen und Springen gemacht! Ein großes Gehege (mindestens 6qm pro zwei Tiere) ist unverzichtbar! Die meisten handelsüblichen Käfige sind zu klein! Zu wenig Bewegung kann die Gelenke dauerhaft schädigen und lässt die Muskeln stark verkümmern.

Kaninchen sind schlaue, soziale, neugierige und sehr bewegungsfreudige Tiere, nichts ist für sie schlimmer als eine eintönige Stallhaltung ohne Abwechslung. 

Ein gut strukturiertes, großes Gehege mit mehreren Versteckmöglichkeiten und der Möglichkeit zu Buddeln ist unerlässlich. Das Gehege sollte ein- und ausbruchssicher gestaltet und auch von oben geschützt sein.

Übringens: Kaninchen können prima draußen überwintern, ein gut isolierter und trockener Stall auf niedrigen Beinen muss als Unterschlupf gewährleistet sein. Die Gewöhnung an die Außenhaltung sollte ab dem Sommer stattfinden, damit sich das Fell entsprechend entwickeln kann.