Kaninchen

Zur Zeit beherbergen wir:

 

  • 17 Männchen kastriert
  • 1 Pärchen
  • 12 Weibchen

 

 

Tips zur Kaninchenhaltung:

 

 

Herkunft:

Zwerg und Hauskaninchen stammen vom europäischen Wildkaninchen ab. Obwohl die Zwergkaninchen auch als “Zwerghasen” bezeichnet werden, haben sie nichts mit dem Feldhasen gemein. Sie können sich mit diesem auch nicht verpaaren. Heute gibt es über hundert Kaninchenrassen.

 

Allgemeines:

· Rudeltiere - für Einzelhaltung ungeeignet: In der Paarhaltung im besten Fall:: kastriertes Böckchen mit Weibchen. Kastrierte oder unkastierte Kaninchenböcke in Zweierhaltung vertragen sich in den seltensten Fällen, ebenso wie weibliche Kaninchen. Junge weibliche Tiere verstehen sich meist nur bis zur Geschlechtsreife) 

 

Handling:

Umfassen mit beiden Händen oder mit einer Hand an der Genickfalte, sofort den Bauch bzw. Hinterteil mit der anderen Hand von unten unterstützen - nie an den Ohren hochheben! · Lebenserwartung: 8 - 10 Jahre, Geschlechtsreife ab drei Monate, Trächtigkeit 31 - 33 Tage · regelmäßige Kontrolle von Krallen und Zähnen (wurzellos, wachsen lebenslang nach) · Fressen Blinddarmkot zur Vitaminversorgung · Hitzeempfindlich da Höhlenbewohner und Dämmerungstier nicht so problemlos, wie oft angenommen: · Schreckhaftigkeit, Beißen, Kratzen - verstärkt bei Weibchen, die sich im Käfig von der menschlichen Hand gestört fühlen · Unkastrierte Rammler markieren mit Urin, Häsinnen sind oft aggressiv aufgrund von Hitze oder Scheinschwangerschaft, verteidigen ihren Stall mit stellenweise massiven Drohen, Kratzen, Beißen. Angriff geht nach vorne, da kein Hinterausgang wie im natürlichen Bau vorhanden. Natürliches Fluchtverhalten ist in der heutigen Käfighaltung nicht mehr möglich. Anfälligkeit (Bitte nie mit dem Gang zum Tierarzt zögern!): · Verdauungsstörungen · Durchfall (Vorsicht im Sommer - auf Fliegenmaden achten!) · Infektionen der oberen Luftwege/Pasteurellenschnupfen (oft chronischer Verlauf) · Fehlstellungen der Zähne (meist aufgrund Fehlernährung) · Abzesse (Eiteransammlungen) im Kopfbereich · Wunde Stellen an den Hinterläufen (unsaubere Einstreu!) · Fettleibigkeit (oft aufgrund Bewegungsmangel und Fehlernährung) · Trommelsucht · Myxomatose, RHD Chinaseuche (Impfschutz bei Außenhaltung)

 

Fütterung:

· Frisches Wasser (Achtung bei Trinkflaschen: viele Tiere kennen das System nicht!) · Heu und Gräser sind Hauptgrundnahrungsmittel! Muß immer ausreichend und frisch zur Verfügung stehen! (Wichtig für das Abmalmen der Front- und Backenzähne sowie für die Verdauung!)
· Grünfutter: Apfel, Möhre, Möhrengrün, Petersilie... (an Kohlgewächse verursachen häufig Blähungen und sollten deshalb nur in kleinen Mengen verfüttert werden)
· auf Körnermischungen im besten Fall ganz verzichten (langsam reduzieren), ansonsten höchstens 1 Esslöffel pro Tier pro Tag - möglichst eine Mischung ohne Mais und Getreide (zu schwer verdaulich und zu zuckereich, Fütterung führt zu Verfettung und zieht Folgekrankheiten mit sich) · Nagematerial: Äste von Weide, Buche, Haselnuss, Apfel- und Birnbaum

 

Unverzichtbar:

Gitter oder Kistenkäfig in Rechteckform, Mindestabmessung 160 x 60 x 50 cm (optimal wären 2 qm/Tier), organiserter Auslauf (Wohnung, Balkon, Garten) - Achtung bei Stromkabel!
Kaninchen sind intelligente, neugierige und sehr bewegungsaktive Tiere - nichts ist schlimmer als eine eintönige Stallhaltung ohne Abwechslung. Große Wasserrohre und Holzgiebel zum Durchlaufen, Baumstämme und Steinhaufen zum Klettern: Öfter mal anders arrangiert macht dies das vorwitzige Tier beim Laufen im Außengehege oder in der Wohnung glücklich. Übringens: Kaninchen können prima draußen überwintern, ein warmer und trockener Stall auf niedrigen Beinen muß als Unterschlupf gewährleistet sein. Gewöhnung ab dem Sommer, damit sich das Fell entsprechend entwickeln kann sowie Impfung gegen Myxomatose und Chinaseuche.